„Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten nicht in Ordnung. Sind die Taten nicht in Ordnung, so verderben die Sitten.
Verderben die Sitten, so wird die Justiz überfordert. Wird die Justiz überfordert, so weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll.
Deshalb achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.“
Konfuzius (551 – 479 v. Chr.)

 

Deutschunterricht

Sprache ist ein Schlüssel zur Welt. Sie eröffnet vielfältige Zugänge zur Wirklichkeit genauso wie zu personalen und sozialen Denk- und Handlungsmustern und ist unverzichtbar für die Klärung der Beziehung zwischen Individuum und Außenwelt. In Sprache gefasst lässt sich das Schöne, aber auch das Schreckliche der Welt erfahren und deuten. Die Ausbildung ästhetischer Kompetenz ist eine Grundlage des Individuationsprozesses und ermöglicht die Entwicklung von Fantasie. Die herausgehobene Bedeutung des Deutschunterrichts ergibt sich aus dem Umstand, dass die Sprache sowohl Medium als auch Gegenstand des Faches ist: Die Verständigung über Texte und andere Medien erfolgt durch sprachliche Akte, die ihrerseits wieder Thema des Unterrichts werden können.
Kommunikative Prozesse, insbesondere das Leseverstehen und der Erwerb einer mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeit, machen den Kernbestand des Faches aus. Die hier vermittelten Fähigkeiten und Kenntnisse sind über die eigentlichen Inhalte des Deutschunterrichts hinaus für alle anderen schulischen Fächer wie auch für den weiteren Bildungs- und Berufsweg der Schülerinnen und Schüler relevant.

Der Literatur kommt im Deutschunterricht eine besondere Bedeutung zu: In ihr erfahren die Schülerinnen und Schüler die ästhetische Gestaltung von Welten. Der Literaturunterricht gibt zudem vielfältige Gelegenheit, in der Vermittlung durch Literatur die Problemlagen vergangener wie moderner Gesellschaften zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. So hilft der Deutschunterricht den Schülerinnen und Schülern im Umgang mit Literatur, aber auch mit Sachtexten und anderen Medien, sich in einer technisch-medial beschleunigten und zunehmend komplexen Lebenswelt zu orientieren und mit den Anforderungen und Möglichkeiten der modernen Informationsgesellschaft umgehen zu können.

In schulischen Kommunikationssituationen erfahren die Schüler, mit unterschiedlichen Lebensentwürfen umzugehen. Das Nachdenken über die eigene kulturelle Herkunft wird zur zentralen Voraussetzung von kritischer und konstruktiver Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch die Begegnung mit unbekannten sowie fiktionalen Welten und fremden Sprach- und Denkmustern, die zu einer Auseinandersetzung mit Vertrautem und Fremdem anregen, fördert der Deutschunterricht Sensibilität und Empathie und unterstützt den interkulturellen Dialog. Nicht zuletzt besteht seine wesentliche Zielsetzung darin, Freude an der deutschen Sprache und am Nachdenken darüber, am Lesen und an der ästhetischen Wahrnehmung zu wecken.
 (Bildungsplan Deutsch, 2016, S.5)

Besonderes:

  • Klassenstufe 5 und 6

    - LRS (Klassen 5/6)
    - Autorenlesungen in der Mediathek und in der Steinscheuer in Pfullendorf (Klassen 5/6)
    - Teilnahme am Vorlesewettbewerb des dt. Buchhandels (Klasse 6)
    - Buchpräsentationen (Klassen 5/6)
    - Vorlesestunde in der Mediathek für die Klassen 5 (Vorjahressiegerin liest Schülern vor)

  • Theater-AG und Vorführungen (alle Klassen)

    zusätzlich werden Theaterfahrten angeboten

  • Leseprojekte

    z.B. in Kooperation mit der PH Weingarten

  • Individuelle Förderung in den Klassen 8 und 9

    Auch in diesem Schulhalbjahr können wir wieder eine individuelle Förderung in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik für die Klassen 8 und 9 mittwochnachmittags im zweiwöchigen Rhythmus von 13:45 Uhr bis 15:15 Uhr anbieten. Sollte ein Mittwoch entfallen, wird diese Zeit in der darauffolgenden Woche nachgeholt. Die Mitteilung darüber erfolgt über den Ticker unserer Bildschirme in den Eingangsbereichen.
    Um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen ist die Gruppengröße auf 20 Schülerinnen und Schüler begrenzt. Somit stehen jeder Klasse ca. fünf Plätze zur Verfügung. Die Vergabe der Plätze erfolgt unter Berücksichtigung des notwendigen Förderbedarfs, welcher zu Beginn des Schuljahres von den Leistungen im vergangenen Schuljahr und in Absprache mit dem jeweiligen Fachlehrer festgelegt wird. Im weiteren Verlauf entscheiden die aktuellen Leistungen (v.a. Klassenarbeiten & Tests) über die Notwendigkeit des Förderbedarfs.
    Die Schülerinnen und Schüler haben in dieser Doppelstunde die Möglichkeit individuell, d.h. in ihrem Arbeitstempo, Themenbereich und Schwierigkeitsniveau zu üben („Übung macht den Meister“), Hausaufgaben zu erledigen, Klassenarbeiten und Tests zu verbessern oder Inhalte durch Zusatzaufgaben zu vertiefen.
    Auch wenn diese individuelle Förderstunde freiwillig ist, müssen die Schülerinnen und Schüler von den Eltern aus Planungsgründen verbindlich angemeldet und Fehlzeiten schriftlich entschuldigt werden. Wir bitten nur um die Anmeldung motivierter Schülerinnen und Schüler, mit dem Ziel, sich zu verbessern. Ein Besuch dieser Förderstunde zur „Gewissensberuhigung“ wird nicht den gewünschten Erfolg erzielen und verwehrt anderen willigen Mitschülerinnen und Mitschülern einen Platz.
    Da die Schülerinnen und Schüler in dieser Stunde individuell arbeiten, erfordert dies neben der o.g. Motivation auch ein hohes Maß an Disziplin zur Schaffung einer lernfördernden Atmosphäre. Sollte diese durch das störende Verhalten Einzelner gefährdet werden, wird deren Platz an andere förderbedürftige Schülerinnen oder Schüler vergeben. Ebenso gilt das Vorhandensein des notwendigen Arbeitsmaterials als Grundvoraussetzung für den Verbleib in der Gruppe.

  • Poetry Slam Besuch der 10. Klassen

    „Ich habe mir vor langer Zeit auch einen Poetry Slam zugelegt. Aber darüber möchte ich jetzt nicht reden, wer soll denn sonst mein nächstes Buch kaufen.“
    (Günther Grass)
    „So, in den nächsten Wochen beschäftigen wir uns mit dem Thema Lyrik!“. Ein Satz, den jeder Schüler schon oft in seiner Schullaufbahn so oder ähnlich gehört haben könnte und der gerne zu einem Raunen im Klassenraum führt. Ein Thema, mit dem Schüler nicht so gerne etwas anfangen wollen, obwohl der Bezug allein durch die täglich gehörte Musik vorhanden ist. Und was bietet sich besser an, als Lyrik in seiner ursprünglichen Form, nämlich der eines Vortrags vor anderen Menschen, live zu erleben?
    Ein Besuch beim Poetry Slam vor Ort in Pfullendorf sollte den Schülern der Klassen 10 Eindrücke vermitteln, dass Lyrik nicht nur gereimte Wörter auf Papier sind, sondern durchaus auch attraktiv sein kann.
    Das bekamen sie durch sechs (über-) regionale Künstler vermittelt. Mit selbst verfassten lyrischen Texten brachten sie das Publikum und die Schüler zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken über Sprache und deren Wirkung, wenn dadurch Bilder im Kopf entstehen und einen mit auf eine Reise nehmen.
    Da ein Poetry Slam durchaus auch interaktiv ist, hatten Freiwillige aus dem Publikum in der Vorrunde die Möglichkeit, durch ihre Stimmen die Kontrahenten in die finale Runde zu wählen. Nach ca. zwei Stunden Programm wurde dann am Ende durch Applaus festgelegt, wer der Sieger des Abends sein wird. Schlussendlich war es ein knappes Rennen und es wurden zwei „Slammer“ als Sieger gekürt.
    Die Schüler waren insgesamt sehr angetan von den Künstlern und deren Texten und bekamen somit eine Möglichkeit geboten, sich persönlich davon zu überzeugen, dass Lyrik vielleicht doch mehr kann, als nur ein allgemeines Raunen hervorzurufen.
    Wir kommen auf jeden Fall gerne wieder.

 

Themen der Jahrgangstufen

Klassen 5/6
Texte und andere Medien:
Literarische Texte: Gedichte, Erzähltexte (Märchen, Sagen, Fabeln, Erzählungen), Filme, aktuelle oder klassische Texte der Kinder- und Jugendliteratur
Sach- und Gebrauchstexte: Beschreibungen, Berichte, Grafiken, Tabellen, Gebrauchsanweisungen, Schaubilder, Lexikontexte, Sachbuchtexte
Medien: Filme, Hörspiele, Umgang mit Medien
Zentrale Schreibformen wie Nacherzählung, Geschichten zu Bildern und anderen Impulsen und kreatives Schreiben (weiterschreiben, umschreiben, ausgestalten)
Sprachgebrauch und Reflexion: Struktur und Funktion von Äußerungen
(Satzglieder, Wortarten, Satzlehre, Rechtschreibstrategien, Rechtschreibregeln anwenden, Zeichensetzung, Präsentieren, Diskussion)

Klassen 7/8/9
Texte und andere Medien:
Literarische Texte: Gedichte (auch Balladen), Prosatexte (Erzählungen, Kurzgeschichten), aktuelle und klassische Texte der Jugendliteratur
Sach- und Gebrauchstexte: Zeitung, Nachrichten, Lexikontexte, Werbetexte, Arbeitsverträge, Bedienungsanleitungen, Schaubilder, einfache und kurze Sachbuchtexte, Interviews …
Medien: Filme und Hörspiele, Umgang mit Medien (weiterführend)
Zentrale Schreibformen wie Inhaltsangabe, Textbeschreibung, kreative und produktive Schreibformen, Personenbeschreibung, Argumentation, Bewerbungsschreiben, Praktikumsbericht, Vortrag
Sprachgebrauch und Reflexion: Struktur und Funktion von Äußerungen
(Satzlehre, Satzglieder, Modi, Fremdwörter, Nachschlagen, Formen bildlicher Ausdrucksweisen, Regeln der Rechtschreibung und Interpunktion, Funktion von Texten erkennen)

Klasse 10
Lyrik – Prosa: Gedichte, Erzählungen, Kurzgeschichten, Parabeln, Novellen, Romane, Dramen, Filme
Sach- und Gebrauchstexte: Nachrichten, Kommentare, Leserbriefe, Reden, Gesetzestexte, …
Medien: Filme, Hörspiele, Theater, Musik
Sprachgebrauch und Reflexion: Struktur und Funktion von Äußerungen
(Satzlehre, Satzglieder, Nachschlagen, Formen bildlicher Ausdrucksweisen, Regeln der Rechtschreibung und Interpunktion, Funktion von Texten und Sprache erkennen)
Zentrale Schreibformen wie Textuntersuchung, produktive Schreibformen, argumentative Schreibformen

 

Links:

Bildungsplan Deutsch

Schulbuch bis Ende SJ 2016/2017
Deutschbuch Realschule Baden-Württemberg, Band 1-6, Cornelsen Verlag

Website Vorlesewettbewerb

Antolin

Stiftung Lesen

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